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Anerkennungspreis Bauherrenpreis 2006 ZV Zentralvereinigung der Architekten Österreichs.

Diashow Stephan Kaindl-Hönig Uniqa - Fassade

Fotostudio + Bürohaus Kaindl- Hönig

2005

 

Projektbeschreibung

Fotostudio Stephan Kaindl – Hönig Wohn – Büro – Atelierhaus.

Umbau und Neubau. Nachverdichtung, Überbauung und architektonische Vernetzung.

Das Grundstück in der Eschenbachgasse wurde vom Bauherrn bis Sommer 2005 als Büro- und Ateliergebäude genutzt. Die erste Bauetappe war 1997 der Neubau vom zylindrischen Ateliergebäude, das mit dem Altbau durch eine Erschließungsspange verbunden wurde (Architekt Christian Prasser).

Der Bauherr wünschte den Altbau bis auf die bestehende Atelierrotunde abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Ein Gutachterverfahren im März 2005 führte zum Ergebnis der Überbauung des Ateliergebäudes. Die geforderten neuen Nutzungen sind, neben dem bestehenden Atelier (Rotunde), drei getrennte Büroeinheiten und eine Mietwohnung. Ein

besonderes funktionales Merkmal ist die Vernetzung von den gemeinsamen Nutzungen wie der Rotunde, ein Besprechungsraum und eine Teeküche für alle Nutzer. Die Rotunde ist ein Volumen, das temporär von allen Mietern genutzt werden kann. Die städtebaulichen Rahmenbedingungen laut Bebauungsplan lassen eine max. GRZ von 0,25 und eine max. GFZ von 0,5 bei zwei Vollgeschossen zu. Die Grundstücksgröße beträgt 1015 m2.

architektonisches Konzept

Der Entwurf thematisiert die Typologie der Umgebungsbauten als solitäre Einzelbauten. Die Umgebungsbauten an der Ostseite sind dreigeschossige Einzelhäuser mit ausgebauten Dachgeschossen. Der Neubau ist ein zweigeschossiger Baukörper mit einem traditionellen Satteldach, das höhenmäßige Bezüge zu den Firsten der dreigeschossigen Nachbargebäuden sucht. Das Geschoß darf laut bestehendem Baugesetz bis sieben Meter hoch gebaut werden, das in dem räumlichen Konzept offensiv umgesetzt wurde.

Die Überbauung des zylindrischen Ateliers als Zubau wird mit einer erdgeschossigen Spange verbunden, die als Haupterschließung beider Baukörper dient. Die „schwebende“ Überbauung erhält die Lesbarkeit des zylindrischen Bestandbauwerkes und ergänzt die bestehende Architektur durch einen autonomen, skulpturalen Baukörper. Zwischen Neubau und Zylinder ist horizontal bewusst ein Außenraum als gestalterische Zäsur geplant worden. Die Fassadengliederung erfolgt durch in der Größe stark differenzierte Glasflächen und farbige Kragkörper als Erker und Balkone. Die Neigungen der Decke des ersten Obergeschosses nehmen formalen Bezug auf  die Dachformen der Umgebungsgebäude.

Der neue Baukörper wurde gegenüber dem Abrissbauwerk in das Grundstück zurückgesetzt und vergrößert somit die Flächen des öffentlichen Raumes. Die schlanke, kippende Nordseite reagiert zeichenhaft in die erweiterte Straßenkreuzung.